Ist Facebook die neue Spam-Oase?

Steigende Nutzerzahlen, steigende Attraktivität für Hacker – so ist es doch, nicht wahr? Für Facebook stimmt dieser Trend anscheinend, denn das Soziale Netzwerk wird immer beliebter bei Internet-Betrügern.

Mittlerweile verzeichnet die Online-Plattform über eine Milliarde Nutzerkonten – davon allein 25 Millionen in Deutschland. Für Hacker also ein wahres Paradies. Besonders die Unwissenheit vieler Benutzer im Umgang mit dem Internet macht die Plattform für sie interessant.

Ein beliebter Trend sind unter anderen gefälschte Fan-Seiten. Über eine Funktion können diese von Nutzern für jegliche Unternehmen eingerichtet werden. Es gibt allerdings Kriminelle die diese Funktion für ihre Zwecke ausnutzen und auf ihren Seiten im Namen von renommierten Unternehmen werben. Zum Beispiel werden angeblich 25€ Gutscheine an die ersten 50.000 Liker verteilt, was natürlich nicht stimmt. Diese Seiten sind jedoch einfach zu erkennen, da sie meist Texte in schlechtem Deutsch beinhalten und auf richtige Grammatik weitesgehend verzichten.

Gefälschte Facebook-Mails sind eine weitere Methode, wie Hacker eure Daten abgreifen wollen. Auf Wunsch ist es nämlich möglich zu jeder Aktivität die auf Facebook passiert per Mail informiert zu werden. Das machen sich auch Kriminelle zunutze und haben das Design dieser Mails 1:1 kopiert, sodass es kaum noch von den echten zu unterscheiden ist. So ähnlich sich Original und Fälschung auch sein mögen, sie haben einen gravierenden Unterscheid. Der Link in der echten Mail führt direkt zu Facebook, der in der gefälschten auf eine von Kriminellen präparierte Seite die meist mit Malware, Viren und Trojanern gespickt ist.

 

Auch aufpassen solltet ihr vor so genannten Hoaxes. Das sind Falschmeldungen, die über Facebook verbreitet werden um dem Autor besonders viel Aufmerksamkeit in Form von „Gefällt-mir-Angeben“ oder Teilungen zu bescheren. Dabei wird allerdings die Naivität einiger Facebook-Nutzer ausgenutzt, die sich eventuell von dieser Meinung stark beunruhigt fühlen.

Also Leute – Augen auf im World Wide Web, wenn euch eure Daten lieb und teuer sind!